Grauer Star, Grüner Star, Netzhautabhebung, Macula Loch, Netzhautmembran, Diabetische Netzhauterkrankung

               
                                                                          
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Grauer Star

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Diabetische Netzhauterkrankung

Das trockene Auge

                
                
                
                
                
                

Grauer Star:

                

      

Was ist der Graue Star ?

Beim grauen Star handelt es sich um eine Trübung der im Auge gelegenen Linse. Diese Trübung verursacht eine Verschlechterung des Sehvermögens sowie eine Zunahme der Blendempfindlichkeit.
    

Wie wird der Graue Star behandelt ?

Der graue Star wird grundsätzlich operiert. Diese Operation ist heute sehr ausgereift und wird routinemäßig durchgeführt. Meistens in lokaler Betäubung, seltener in Narkose, wird durch einen winzigen Schnitt der getrübte Teil der Linse entfernt und durch eine genau berechnete Kunstlinse ersetzt. Durch Anwendung modernster Operationstechniken sind keine Nähte mehr erforderlich, der Aufenthalt im Krankenhaus beträgt nur 1 - 2 Tage, und die Verbesserung des Sehvermögens kann bereits kurze Zeit nach der Operation festgestellt werden.

Kann man am Grauen Star erblinden ?

Unbehandelt (ohne Operation) führt ein fortschreitender grauer Star zur Erblindung. Allerdings ist diese Art der Erblindung aufgrund der Operationsmöglichkeit reversibel (im Gegensatz zur Erblindung durch den grünen Star, das Glaukom).

Wie kann man feststellen, ob man an einem Grauen Star leidet ?

Eine Herabsetzung des Sehvermögens mit erhöhter Blendungsempfindlichkeit sind Symptome, die durch einen grauen Star verursacht werden können. Subjektiv wird ein Schleier, eine Trübung und starke Blendung bei Gegenlicht (Autofahren, Sonne, etc.) wahrgenommen. Bei jeder Art der Sehverschlechterung sollte umgehend der Facharzt für Augenheilkunde und Optometrie aufgesucht werden, nur er kann die Diagnose des grauen Stars stellen und die richtige Behandlung in die Wege leiten.

Für weitere Informationen stehe ich Ihnen jederzeit gerne zur Verfügung!

   

                                                                                                                                

                                                                        

    

      

                

Grüner Star (Glaukom):

                

      

Was ist der Grüne Star („Glaukom“) ?

Beim grünen Star handelt es sich um einen Schaden an den Nervenfasern der Netzhaut und der Sehnerven, verursacht meistens durch einen erhöhten Augendruck.

Ist der Grüne Star gefährlich ?

Der grüne Star ist eine gefährliche Augenerkrankung, da sie unerkannt zu teilweiser

oder völliger Erblindung des betroffenen Auges führen kann. Der grüne Star wird sehr oft vom Patienten nicht bemerkt und daher oft erst in einem fortgeschrittenen Stadium diagnostiziert, in dem bereits bleibende Schäden (Gesichtsfeldausfälle) aufgetreten sind.

Was kann ich tun, um mich vor einem Grünen Star zu schützen ?

Die wichtigste Sache beim grünen Star ist die Früherkennung. Jeder Mensch über 40 Jahre sollte routinemäßig 1x im Jahr beim Augenfacharzt den Augendruck messen und die Sehnerven untersuchen lassen, sowie bei Verdacht auf grünen Star eine Computer-Untersuchung des Gesichtsfeldes durchführen lassen, und zwar vollkommen unabhängig vom Vorhandensein von Beschwerden. Dies gilt ganz besonders für Leute, in deren Familie der grüne Star vorgekommen ist und die daher eventuell erblich vorbelastet sind. Da der grüne Star auch bei jüngeren Leuten vorkommt, empfiehlt sich eine Vorsorgeuntersuchung in jedem Alter.

Kann man am Grünen Star erblinden ?

Der grüne Star führt unbehandelt mit hoher Wahrscheinlichkeit zur Erblindung des betroffenen Auges. Der grüne Star zählt weltweit zu den häufigsten Erblindungsursachen. Ist durch den grünen Star bereits ein Schaden entstanden, so ist dieser Schaden praktisch immer irreversibel. Das Wichtigste beim grünen Star sind daher seine frühe Erkennung und die suffiziente Behandlung durch den Augenarzt.

Wie wird der Grüne Star behandelt ?

Der grüne Star (Glaukom) wird grundsätzlich medikamentös in Form von Augentropfen behandelt. Meistens kann damit der Augendruck befriedigend reguliert und damit das Auftreten/Fortschreiten von Gesichtsfelddefekten verhindert werden. Ist das nicht der Fall, so kann eine Laserbehandlung bzw. eine Operation das Fortschreiten des grünen Stars in den meisten Fällen verhindern.

Für weitere Informationen stehe ich Ihnen jederzeit gerne zur Verfügung!

   

                                                                                                                                

                                                                        

    

      

                

Netzhautabhebung:

                

      

Was ist eine Netzhautabhebung ?

Die innerste Schicht der Augenwand ist die sogenannte Netzhaut, der eigentlich sehende Teil des Auges. Die Netzhautzellen wandeln Lichtreize in Nervenreize um, die dann zum Gehirn geleitet
und dort zu Seheindrücken verarbeitet werden. Die Netzhaut ist nur dann 

funktionstüchtig, wenn sie ihrer Unterlage, der gut durchbluteten sog. Aderhaut vollständig anliegt. Hebt sich die Netzhaut von dieser Unterlage ab, so kommt es in diesem Bereich zu einem Ausfall der Sehfunktion, der vom Patienten als Schleier oder Vorhang wahrgenommen wird.

Wie entsteht eine Netzhautabhebung ?

Meistens wird eine Netzhautabhebung durch Entstehung eines Risses in der Netzhaut verursacht. Durch diesen Riss tritt Flüssigkeit unter die Netzhaut, und die Netzhaut hebt sich ab.

Wie bemerke ich eine Netzhautabhebung ?

Oft kündigt sich eine Netzhautabhebung durch Frühsymptome an. Plötzlich auftretende fadenförmige Gebilde (Spinnen, Mücken, sog. Flankerln) zeigen Veränderungen im Augeninneren an, die in weiterer Folge zu einer Netzhautabhebung führen können. Die Wahrnehmung von Lichtblitzen, auch im Dunkeln, kann der Entstehung von Rissen in der Netzhaut vorangehen. Die Wahrnehmung von Rußwolken spricht für bereits aufgetretene Risse in der Netzhaut. Kommt es zum Auftreten eines Schleiers oder gar eines Schattens, so besteht wahrscheinlich schon eine Netzhautabhebung, die einer unverzüglichen Behandlung bedarf.
Es kann jedoch auch schon beim Auftreten von Frühsymptomen eine Netzhautabhebung bestehen, sodass bereits bei Frühsymptomen (siehe oben) unbedingt der Augenarzt aufgesucht werden muss, um Netzhautrisse und eine Netzhautabhebung auszuschließen.

Kann man an einer Netzhautabhebung erblinden ?

Ja. Wird eine Netzhautabhebung nicht behandelt, so schreitet sie in der Regel weiter fort und erreicht das Zentrum der Netzhaut. Dies geht mit einem Verlust des zentralen Sehvermögens einher. Bleibt die Netzhautabhebung weiterhin unbehandelt, so beginnen Umbauprozesse in der Netzhaut, die eine erfolgreiche Behandlung nach einiger Zeit unmöglich machen. Wird daher eine Netzhautabhebung nicht rechtzeitig behandelt, so droht ein starker Verlust des Sehvermögens an dem betreffenden Auge, der bis zur völligen Erblindung des betroffenen Auges führen kann.

Wie wird eine Netzhautabhebung behandelt ?

Wird die Netzhautabhebung frühzeitig oder sogar in einem Vorstadium diagnostiziert, so kann oft mit einer Laserbehandlung ein Fortschreiten der Abhebung verhindert werden. Ist die Netzhautabhebung bereits eingetreten, muss eine Operation an dem betreffenden Auge durchgeführt werden. Die Operationstechniken wurden in den letzten Jahren ständig weiterentwickelt, sodass heute ein hoher Prozentsatz an Netzhautabhebungen durch eine Operation behoben werden kann.

Wie sind die Aussichten bei einer Netzhautabhebung ?

Unbehandelt führt eine Netzhautabhebung meistens zur Erblindung des betroffenen Auges. Die Aussichten einer Behandlung sind sehr unterschiedlich und hängen von vielen Faktoren ab. So ist z. B. von großer Bedeutung, in welchem Stadium sich die Netzhautabhebung befindet: in Frühstadien sind die Aussichten wesentlich besser als in Spätstadien. Weiters ist z. B. wichtig, ob das Netzhautzentrum betroffen ist: bei Aussparung des Netzhautzentrums wird oft wieder die frühere Sehleistung erreicht, während bei Abhebung des Netzhautzentrums mit Einbußen an Sehleistung gerechnet werden muss. Grundsätzlich lässt sich sagen: je früher eine Netzhautabhebung diagnostiziert wird, desto besser sind die Aussichten einer Behandlung!

Für weitere Informationen stehe ich Ihnen jederzeit gerne zur Verfügung!

   

                                                                                                                                

                                                                        

    

      

       

Macula Loch:

                

      

Was ist ein Macula-Loch ?

Die innerste Schicht der Augenwand ist die sogenannte Netzhaut, der eigentlich sehende Teil des Auges. In der Mitte der Netzhaut befindet sich das Netzhautzentrum, die sogenannte Macula. In diesem Areal befindet sich auch die Stelle des schärfsten Sehens, 

mit der man z. B. Kleingedrucktes lesen kann. Manchmal bildet sich genau in diesem Zentrum ein Loch in der 

Netzhaut, weshalb es als Macula-Loch bezeichnet wird.

Warum entsteht ein Macula-Loch ?

Es ist bis heute nicht ganz geklärt, was die Ursache für die Entstehung eines Macula-Loches ist. Es spielen offensichtlich hormonelle Faktoren und Prozesse auf der Netzhautoberfläche eine Rolle - dies ist jedoch nicht bewiesen. Die vorliegenden Anhaltspunkte geben auch keinen Hinweis darauf, dass die Entstehung eines Macula-Loches zu verhindern ist, z. B. durch ein bestimmtes Verhalten.

Kann man an einem Macula-Loch erblinden ?

Die Entstehung eines Macula-Loches führt zu einer starken Herabsetzung des zentralen Sehvermögens, die Lesefähigkeit ist stark beeinträchtigt, gerade Linien werden oft als verzerrt oder gewellt gesehen, und bei einäugiger Sicht wird vom Patienten ein zentraler Fleck wahrgenommen. Andere Sehfunktionen, wie z. B. das Gesichtsfeld, bleiben jedoch weitgehend intakt, sodass - abgesehen von der Herabsetzung des zentralen Sehvermögens - keine Gefahr der vollständigen Erblindung besteht.

Muss ein Macula-Loch behandelt werden ?

Wird ein Macula-Loch nicht behandelt, bleibt die zentrale Sehleistung dauerhaft reduziert. Mit zunehmender Dauer des Bestehens eines Macula-Loches verschlechtern sich die Aussichten einer operativen Behandlung. Wird ein Macula-Loch operiert, so besteht grundsätzlich die Aussicht auf längerfristige Verbesserung des zentralen Sehvermögens, obwohl ein Erfolg im Einzelfall nicht garantiert werden kann. Bei erfolgreicher operativer Behandlung kann sich das zentrale Sehvermögen wieder merkbar verbessern.

Wie wird ein Macula-Loch behandelt ?

Die Behandlung eines Macula-Loches besteht grundsätzlich in einer Operation. Es wird dabei unter Anwendung nahtloser mikrochirurgischer Techniken das Auge mit einem speziellen Gas gefüllt. Anschließend ist es von entscheidender Bedeutung, dass der Patient für ca. eine Woche eine bestimmte Kopfhaltung einnimmt (Blick zum Boden), damit die Gasblase das Macula-Loch abdichtet. Das Macula-Loch kann sich dann unter dieser Blase verschließen, was die Voraussetzung für einen Anstieg des Sehvermögens ist.

Wie sind die Aussichten bei einem Macula-Loch ?

Ohne Operation ist eine Verbesserung des Sehvermögens praktisch ausgeschlossen. Nach Operation kommt es bei 60 bis 70% der operierten Augen zu einer Verbesserung bzw. Stabilisierung des Sehvermögens in unterschiedlichem Ausmaß, eine Verschlechterung nach einer Operation ist sehr selten. Das Risiko, auch am anderen Auge ein Macula-Loch zu bekommen, liegt bei ca. 10%, das Risiko eines Rezidivs bei ca. 5 bis 10%.

Für weitere Informationen stehe ich Ihnen jederzeit gerne zur Verfügung!

   

                                                                                                                                

                                                                        

    

      

                

Netzhautmembran - Macular Pucker:

                

      

Was ist eine Netzhautmembran ?

Die innerste Schicht der Augenwand ist die sogenannte Netzhaut, der eigentlich sehende Teil des Auges. In der Mitte des Auges befindet sich das Netzhautzentrum, die sogenannte Macula. In diesem Areal befindet sich auch die Stelle des schärfsten Sehens, mit der man

z. B. Kleingedrucktes lesen kann. Manchmal bildet sich genau auf diesem Zentrum ein dünnes Gewebe auf der Netzhaut, eine sogenannte Netzhautmembran („epiretinale Gliose“, Macular Pucker“. Diese ist für das herabgesetzte zentrale Sehvermögen sowie für den Eindruck des Verzerrtsehens verantwortlich.

Warum entsteht eine Netzhautmembran ?

Es ist bis heute nicht ganz geklärt, was die Ursache für die Entstehung einer epiretinalen Fibrose/Netzhautmembran ist. In manchen Fällen besteht ein Zusammenhang mit Netzhautrissen oder vorangegangenen Netzhautoperationen, Verletzungen oder abgelaufenen Entzündungen. Meistens jedoch ist die Ursache unbekannt.

Kann man an einer Netzhautmembran erblinden ?

Die Entstehung einer Netzhautmembran führt oft zu einer starken Herabsetzung des zentralen Sehvermögens, die Lesefähigkeit ist stark beeinträchtigt, gerade Linien werden oft als verzerrt empfunden. Bei einäugigem Blick wird vom Patienten oft ein kleiner zentraler Fleck wahrgenommen. Andere Sehfunktionen, wie z. B. das umgebende Gesichtsfeld, bleiben jedoch weitgehend intakt, sodass abgesehen von der Beeinträchtigung des zentralen Sehvermögens im Allgemeinen keine Gefahr der vollständigen Erblindung besteht. Kommt es als Begleiterscheinung der Netzhautmembran zum Auftreten einer zentralen Netzhautschwellung (Maculaödem), so kann sich das Sehvermögen weiter verschlechtern.

Muss eine Netzhautmembran behandelt werden ?

Wird eine Netzhautmembran nicht behandelt, bleibt die zentrale Sehleistung dauerhaft reduziert, öfters kommt es auch zur weiteren Abnahme des zentralen Sehvermögens, die Verzerrungen können auch zunehmen. Ohne Behandlung/Operation kommt es praktisch nie zu einer Besserung des zentralen Sehvermögens. Wird eine Netzhautmembran operiert, so besteht die Aussicht auf Verbesserung des zentralen Sehvermögens und auf Abnahme der Verzerrungen in unterschiedlichem Ausmaß. Eine Verschlechterung nach einer Operation ist selten.

Wie wird eine Netzhautmembran behandelt ?

Die Behandlung einer Netzhautmembran besteht grundsätzlich in einer Operation. Es wird dabei unter Anwendung mikrochirurgischer Techniken das dünne Gewebe von der Netzhautoberfläche entfernt. Dies gelingt meist problemlos. Manchmal wird das Auge zusätzlich mit einem speziellen Luft-Gas-Gemisch gefüllt. Der Einsatz neuester Techniken erlaubt es, diese Eingriffe ohne Nähte durchzuführen. Dies führt zu einer viel geringeren Reizung nach der Operation, was zu rascher Beschwerdefreiheit nach der Operation führt. Die Entfernung einer Netzhautmembran wird heute praktisch immer mit dieser nahtlosen und für diesen Eingriff idealen Technik furchgeführt.

Wie sind die Aussichten bei einer Netzhautmembran ?

Ohne Operation kommt es praktisch nie zu einer Verbesserung des zentralen Sehvermögens. Nach der Operation kommt es in ca. 60 bis 70% der Fälle zu einer Verbesserung des Sehvermögens in unterschiedlichem Ausmaß. Obwohl es bei manchen Fällen zu starken Sehverbesserungen kommt, ist das funktionelle Ergebnis im Einzelfall schwer vorherzusagen. Das funktionelle Endergebnis (Sehvermögen nach der Netzhaut-Operation) wird oft erst nach Wochen und Monaten erreicht.

Für weitere Informationen stehe ich Ihnen jederzeit gerne zur Verfügung!

   

                                                                                                                                

                                                                        

    

      

                

Diabetische Netzhauterkrankung:

                

      

DIABETISCHE RETINOPATHIE – DIE DIABETISCHE NETZHAUTERKRANKUNG

Die Vorstellung, teilweise oder vollständig zu erblinden ist für die meisten Menschen eine schreckliche Vision, die deshalb oft verdrängt wird. Es gibt eine Reihe von Augenerkrankungen, die unbehandelt zum vollständigen Verlust des Sehvermögens führen

können. Dazu gehört die diabetische Netzhauterkrankung. Und obwohl auf dem Gebiet des Diabetes als auch auf dem Gebiet der Augenheilkunde große Fortschritte erzielt werden, ist die diabetische Netzhauterkrankung („diabetische Retinopathie“) immer noch die häufigste Erblindungsursache in der westlichen Welt im erwerbsfähigen Alter. Warum ist dies so?

Ein Hauptfaktor dabei ist das oft geringe Bewusstsein bei Diabetikern betreffend sowohl den Diabetes an sich, als auch die möglichen Langzeitkomplikationen und ihre Vermeidung, Früherkennung bzw. ihre erfolgreiche Behandlung.

Was kann der Patient, der Diabetiker, von sich aus unternehmen, um einem schweren Sehverlust durch die Diabetische Retinopathie zu entgehen ?

Hier sind folgende Punkte von besonderer Wichtigkeit: das Wissen um den Diabetes und die diabetische Netzhauterkrankung, um die Bedeutung eines umfassenden Diabetes-Managements, um die Wichtigkeit regelmäßiger augenfachärztlicher Untersuchungen auch bei subjektiver Beschwerdefreiheit, sowie um die notwendige Compliance (Mitarbeit) mit den behandelnden Ärzten (Allgemeinmedizinern, Internisten, Augenfachärzten), um der diabetischen Netzhauterkrankung mit Erblindungsgefahr vorzubeugen.

Was ist die Diabetische Retinopathie, die Diabetische Netzhauterkrankung ?

Das Wesen des Diabetes (der Zuckerkrankheit) liegt in einer Störung des Blutzuckerhaushaltes des Körpers. Die zu hohen bzw. stark schwankenden Blutzuckerwerte führen zu einer Schädigung der kleinen Blutgefäße des Körpers (Arteriolen) und so zu Durchblutungsstörungen. Die innerste Schicht der Augenwand ist die sogenannte Netzhaut, der eigentlich sehende Teil des Auges. Hier führt diese Durchblutungsstörung zur Unterversorgung der Netzhaut mit Sauerstoff und Nährstoffen, sowie zur Undichtheit der Netzhautgefäße. Dies bewirkt einerseits eine Schwellung der zentralen Netzhaut, das sogenannte Maculaödem, mit starkem Abfall des zentralen Sehvermögens. Andererseits kommt es zur Neubildung von Blutgefäßen und Bindegewebe an der Netzhautoberfläche. Dies führt unbehandelt zu Blutungen in das Innere des Auges, zu Netzhautabhebungen bis hin zur irreversiblen Erblindung des betroffenen Auges.

Welche Dinge sind wesentlich zur Vermeidung / Behandlung der Diabetischen Netzhauterkrankung ?

Wissen

Grundsätzlich muss jeder Diabetiker wissen, dass es diese das Sehvermögen bedrohende Komplikation gibt, dass es jeden Diabetiker treffen kann, dass Vorbeugung durch suffizientes Diabetes-Management und regelmäßige augenfachärztliche Kontrollen möglich ist, sowie dass die Früherkennung der diabetischen Retinopathie durch den Augenarzt die besten Aussichten auf eine erfolgreiche Behandlung und einen möglichst langen Erhalt des Sehvermögens bieten.

Diabetes-Einstellung

Elementar in der Vermeidung, aber auch in der Behandlung der diabetischen Netzhauterkrankung ist ein optimales Diabetes-Management. Darunter versteht man heute längst nicht mehr nur die Einstellung des Blutzuckers mit Langzeit-Kontrollwerten (HbA1C-Wert) von maximal 6 – 7, sondern auch die Kontrolle und  ggf. Behandlung der begleitenden Fettstoffwechselstörungen, des Bluthochdruckes, die Änderung der Ernährungsgewohnheiten mit Erstellung einer verbrauchsorientierten, fettreduzierten, mit einfach- / mehrfach-ungesättigten Fettsäuren angereicherten Diät, körperliche Bewegung von 3 – 5 mal pro Woche für 30 min sowie Nikotinverzicht. Eine intensive Mitarbeit des diabetischen Patienten mit seinem betreuenden Arzt ist die wichtigste Voraussetzung für ein optimales Diabetes-Management.

Vorsorgeuntersuchungen/ Kontrollen beim Augenfacharzt

Eine beginnende diabetische Netzhauterkrankung zeigt sich nicht unbedingt sofort in einer Verschlechterung des subjektiven Sehvermögens. Ein subjektiv „normales“ Sehvermögen bedeutet also nicht, dass es an der Netzhaut nicht schon zu Anzeichen und Veränderungen im Sinne einer diabetischen Netzhauterkrankung gekommen ist. Wartet der Diabetiker mit einer Augenuntersuchung solange, bis er eine Sehverschlechterung bemerkt, so hat sich die diabetische Netzhauterkrankung bereits klinisch bemerkbar gemacht und ist unter Umständen schon weit fortgeschritten ­– mit möglicherweise irreversiblen Schäden. Wertvolle Zeit für Diagnostik und Therapie ist so verlorengegangen.

Um diesem Schicksal zu entgehen, ist eine regelmäßige Untersuchung durch den geschulten Augenfacharzt notwendig. Ist die Diagnose Diabetes gestellt, sollte sogleich ein augenfachärztlicher Befund eingeholt werden. Dies dient der Feststellung der bereits vorliegenden Auswirkungen des neudiagnostizierten Diabetes sowie der Erhebung eines Ausgangsbefundes. Liegen noch keine diabetischen Veränderungen vor und fehlen zusätzliche Risikofaktoren (stark schwankende Blutzuckerwerte, Schwangerschaft, Neueinstellung des Diabetes etc.), so ist eine Untersuchung beim Augenfacharzt 1x jährlich ausreichend. Bei zusätzlichen Risikofaktoren oder ersten Anzeichen einer diabetischen Netzhauterkrankung ist eine halbjährliche augenärztliche Begutachtung empfehlenswert. Liegen bereits deutliche bzw. schwere diabetische Netzhautveränderungen vor, so sollte der Augenarzt alle 3 Monate aufgesucht werden. Der Termin für die nächste Kontrolluntersuchung wird vom Augenfacharzt in Abhängigkeit vom Schweregrad der Netzhautveränderungen und der notwendigen Behandlungsschritte festgelegt. Die Einhaltung der empfohlenen Untersuchungsintervalle und der notwendigen Behandlungen seitens des Patienten ist für eine optimale Vorsorge / Therapie der diabetischen Retinopathie extrem wichtig.

Welche Behandlungsmöglichkeiten gibt es bei der Diabetischen Netzhauterkrankung ?

Zeigen sich erste, leichte Veränderungen an der Netzhaut, so werden diese zumeist nur beobachtet. Die Behandlung besteht in einer Optimierung der Diabetes-Einstellung und in regelmäßigen Kontrollen. Bei deutlichen / schweren Anzeichen der diabetischen Netzhauterkrankung, bzw. wenn es bereits zu ersten Gefäßneubildungen gekommen ist, so wird eine Laserbehandlung durchgeführt. Weiters wird derzeit daran geforscht, ob eine alleinige oder zusätzliche Behandlung mit Medikamenten, die das Gefäßwachstum hemmen und direkt in das Auge verabreicht werden, diese Gefäßneubildungen hemmen kann. Erste diesbezügliche Ergebnisse sind erfolgversprechend, sodass diese neuen Substanzen bereits klinisch eingesetzt werden.  Ist es bereits zu massiven Gefäßneubildungen gekommen und liegen Blutungen bzw. sogar schon eine Netzhautabhebung vor, so kann eine Operation im Inneren des Auges durchgeführt werden, eine sogenannte Vitrektomie: hierbei wird das Blut aus dem Auge entfernt, ebenso Gefäß- und Bindegewebsneubildungen, und es wird versucht, die Netzhaut wieder anzulegen. Obwohl diese Eingriffe hochtechnisiert sind und viele Behandlungsschritte kombiniert werden, können sie eine versäumte frühzeitige Diagnose und rechtzeitige suffiziente Behandlung keinesfalls wettmachen: meistens bleiben deutliche Einbussen an Sehvermögen zurück, und nicht alle Augen können dadurch gerettet werden.

Für weitere Informationen stehe ich Ihnen jederzeit gerne zur Verfügung!

   

                                                                                                                                

                                                                        

    

      

     

Das trockene Auge:

                

      

Das sogenannte trocken Auge ist eine Benetzungsstörung der Augenoberfläche und gehört zu den häufigsten Augenproblemen überhaupt. Die Häufigkeit liegt Schätzungen zufolge zwischen 12 und 63 %, weltweit dürften an die 100 Millionen Menschen davon betroffen sein. Das Manifestationsalter liegt meist zwischen dem 40. und 50. Lebensjahr, Frauen sind mit   86 % weitaus häufiger betroffen als Männer. Die Erkrankung tritt in Regionen hoher Umweltbelastung häufiger auf. Das trockene Auge kann für den Betroffenen sehr belastend sein – so fühlen sich mehr als 60 % im Alltagsleben beeinträchtigt, mehr als 37 % der

Betroffenen sind in ihrer Arbeitseffizienz gemindert.

Symptome
:

Die Patienten klagen schon bei leichten äußeren Reizen wie Wind oder Zugluft, Kälte, niedrige Luftfeuchtigkeit (z.B. in der Heizsaison), bei längerem Lesen oder Fernsehen über brennende und gerötete Augen, die übermäßig tränen (reflektorisch verstärkter Tränenfluss) sowie über ein typisches Fremdkörpergefühl („Sandkorngefühl“). Dazu können auch Schmerzen kommen, Kontaktlinsen werden schlecht vertragen. Die Sehschärfe ist meist kaum eingeschränkt.

Ursachen
:


Als Ursache können eine verminderte Tränenproduktion vorliegen, ebenso eine veränderte Zusammensetzung des Tränenfilms sowie äußere Einflüsse. Der Tränenfilm des Auges reißt dann zu schnell auf, wodurch die Augenoberfläche austrocknet, was zu den Beschwerden führt. So tritt das trockene Auge bei verschiedenen Umwelteinflüssen (z.B. Rauchen, Smog, Klimaanlagen), bei Einnahme verschiedener Medikamente wie z.B. Ovulationshemmer („Pille“), Hormonersatzpräparaten, Antidepressiva, Kortison, bei Vitamin-A-Mangel oder auch bei verschiedenen Systemerkrankungen wie rheumatoide Arthritis oder dem Sjögren-Syndrom, Schilddrüsenerkrankungen, Diabetes, Asthma und Gicht vermehrt auf. Das trockene Auge kann aber auch ohne die genannten Ursachen auftreten.


Diagnose
:


Die Diagnose des trockenen Auges erfolgt durch den Augenfacharzt. Dieser kann durch verschiedene Untersuchungen bei Verdacht auf trockenes Auge die Tränensekretion sowie die Tränenfilmaufreißzeit messen. Beim trockenen Auge besteht häufig eine Diskrepanz zwischen dem vom Augenarzt festgestellten geringen Befund und den mitunter starken Beschwerden des Patienten. Bei Frauen kann das trockene Auge auch hormonell bedingt sein,, sodass auch eine gynäkologische Untersuchung mit einem Hormonstatus sinnvoll sein kann.


Therapie
:


Die Therapie besteht grundsätzlich in der Verwendung von Tränenersatzmitteln. Diese werden je nach Schweregrad des Befundes in unterschiedlicher Viskosität verordnet und ebenfalls je nach Schweregrad mehrmals täglich bis zu alle 30 Minuten appliziert. Von wässrigen Augentropfen bis hin zu hochviskösen Gelen stehen eine Reihe von Präparaten zur Behandlung des trockenen Auges zur Verfügung. Die meisten Präparate sind auch in unkonservierter Form, z.B. beim Vorliegen einer Konservierungsmittel-Allergie erhältlich. In schweren oder therapieresistenten Fällen kann auch das sogenannte Tränenpünktchen des Unterlides vorübergehend verschlossen werden, wodurch der Tränenabfluss vermindert wird. Darüber hinaus werden die Betroffenen über die Möglichkeit beraten, zu Hause / am Arbeitsplatz einen Luftbefeuchter zu installieren bzw. ein Gebläse (z.B. im Auto) nicht auf das Auge zu richten, um das Austrocknen des Auges nicht noch weiter zu verstärken.


Prognose
:


Das trockene Auge kann mit den heute zur Verfügung stehenden diagnostischen und therapeutischen Mitteln in den meisten Fällen zufriedenstellend behandelt werden. Eine vollständige Ausheilung ist allerdings derzeit oft noch nicht möglich. Neue Therapieansätze werden derzeit erforscht.

Für weitere Informationen stehe ich Ihnen jederzeit gerne zur Verfügung!

   

                                                                                                                                
   
   
                       

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Univ.-Prof. Dr. Christoph Scholda, Facharzt für Augenheilkunde und Optometrie
1090 Wien, Mariannengasse 30/1/12  Tel.: 01-40 33 411  Fax: 01-40 33 411 4  email:
christoph.scholda@meduniwien.ac.at