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Was
ist der Grüne Star („Glaukom“) ?
Beim grünen Star handelt es sich um einen Schaden an den
Nervenfasern der Netzhaut und der Sehnerven, verursacht meistens
durch einen erhöhten Augendruck.
Ist der Grüne
Star gefährlich ?
Der grüne Star ist eine gefährliche Augenerkrankung, da sie
unerkannt zu teilweiser |
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oder völliger
Erblindung des betroffenen Auges führen kann. Der grüne Star
wird sehr oft vom Patienten nicht bemerkt und daher oft erst in
einem fortgeschrittenen Stadium diagnostiziert, in dem bereits
bleibende Schäden (Gesichtsfeldausfälle) aufgetreten sind.
Was
kann ich tun, um mich vor einem Grünen Star zu schützen ?
Die
wichtigste Sache beim grünen Star ist die Früherkennung. Jeder
Mensch über 40 Jahre sollte routinemäßig 1x im Jahr beim
Augenfacharzt den Augendruck messen und die Sehnerven
untersuchen lassen, sowie bei Verdacht auf grünen Star eine
Computer-Untersuchung des Gesichtsfeldes durchführen lassen,
und zwar vollkommen unabhängig vom Vorhandensein von
Beschwerden. Dies gilt ganz besonders für Leute, in deren
Familie der grüne Star vorgekommen ist und die daher eventuell
erblich vorbelastet sind. Da der grüne Star auch bei jüngeren
Leuten vorkommt, empfiehlt sich eine Vorsorgeuntersuchung in
jedem Alter.
Kann
man am Grünen Star erblinden ?
Der
grüne Star führt unbehandelt mit hoher Wahrscheinlichkeit zur
Erblindung des betroffenen Auges. Der grüne Star zählt
weltweit zu den häufigsten Erblindungsursachen. Ist durch den
grünen Star bereits ein Schaden entstanden, so ist dieser
Schaden praktisch immer irreversibel. Das Wichtigste beim grünen
Star sind daher seine frühe Erkennung und die suffiziente
Behandlung durch den Augenarzt.
Wie
wird der Grüne Star behandelt ?
Der
grüne Star (Glaukom) wird grundsätzlich medikamentös in Form
von Augentropfen behandelt. Meistens kann damit der Augendruck
befriedigend reguliert und damit das Auftreten/Fortschreiten von
Gesichtsfelddefekten verhindert werden. Ist das nicht der Fall,
so kann eine Laserbehandlung bzw. eine Operation das
Fortschreiten des grünen Stars in den meisten Fällen
verhindern.
Für weitere Informationen stehe ich Ihnen jederzeit gerne zur
Verfügung! |
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Netzhautabhebung:
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Was ist
eine Netzhautabhebung ?
Die innerste Schicht der Augenwand ist die sogenannte Netzhaut,
der eigentlich sehende Teil des Auges. Die Netzhautzellen
wandeln Lichtreize in Nervenreize um, die dann zum Gehirn
geleitet
und
dort zu Seheindrücken verarbeitet werden. Die Netzhaut ist nur
dann |
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funktionstüchtig,
wenn sie ihrer Unterlage, der gut durchbluteten sog. Aderhaut
vollständig anliegt. Hebt sich die Netzhaut von dieser
Unterlage ab, so kommt es in diesem Bereich zu einem Ausfall der
Sehfunktion, der vom Patienten als Schleier oder Vorhang
wahrgenommen wird.
Wie
entsteht eine Netzhautabhebung ?
Meistens
wird eine Netzhautabhebung durch Entstehung eines Risses in der
Netzhaut verursacht. Durch diesen Riss tritt Flüssigkeit unter
die Netzhaut, und die Netzhaut hebt sich ab.
Wie
bemerke ich eine Netzhautabhebung ?
Oft
kündigt sich eine Netzhautabhebung durch Frühsymptome an. Plötzlich
auftretende fadenförmige Gebilde (Spinnen, Mücken, sog.
Flankerln) zeigen Veränderungen im Augeninneren an, die in
weiterer Folge zu einer Netzhautabhebung führen können. Die
Wahrnehmung von Lichtblitzen, auch im Dunkeln, kann der
Entstehung von Rissen in der Netzhaut vorangehen. Die
Wahrnehmung von Rußwolken spricht für bereits aufgetretene
Risse in der Netzhaut. Kommt es zum Auftreten eines Schleiers
oder gar eines Schattens, so besteht wahrscheinlich schon eine
Netzhautabhebung, die einer unverzüglichen Behandlung bedarf.
Es kann jedoch auch schon beim Auftreten von Frühsymptomen eine
Netzhautabhebung bestehen, sodass bereits bei Frühsymptomen
(siehe oben) unbedingt der Augenarzt aufgesucht werden muss, um
Netzhautrisse und eine Netzhautabhebung auszuschließen.
Kann
man an einer Netzhautabhebung erblinden ?
Ja.
Wird eine Netzhautabhebung nicht behandelt, so schreitet sie in
der Regel weiter fort und erreicht das Zentrum der Netzhaut.
Dies geht mit einem Verlust des zentralen Sehvermögens einher.
Bleibt die Netzhautabhebung weiterhin unbehandelt, so beginnen
Umbauprozesse in der Netzhaut, die eine erfolgreiche Behandlung
nach einiger Zeit unmöglich machen. Wird daher eine
Netzhautabhebung nicht rechtzeitig behandelt, so droht ein
starker Verlust des Sehvermögens an dem betreffenden Auge, der
bis zur völligen Erblindung des betroffenen Auges führen kann.
Wie
wird eine Netzhautabhebung behandelt ?
Wird
die Netzhautabhebung frühzeitig oder sogar in einem Vorstadium
diagnostiziert, so kann oft mit einer Laserbehandlung ein
Fortschreiten der Abhebung verhindert werden. Ist die
Netzhautabhebung bereits eingetreten, muss eine Operation an dem
betreffenden Auge durchgeführt werden. Die Operationstechniken
wurden in den letzten Jahren ständig weiterentwickelt, sodass
heute ein hoher Prozentsatz an Netzhautabhebungen durch eine
Operation behoben werden kann.
Wie
sind die Aussichten bei einer Netzhautabhebung ?
Unbehandelt
führt eine Netzhautabhebung meistens zur Erblindung des
betroffenen Auges. Die Aussichten einer Behandlung sind sehr
unterschiedlich und hängen von vielen Faktoren ab. So ist z. B.
von großer Bedeutung, in welchem Stadium sich die
Netzhautabhebung befindet: in Frühstadien sind die Aussichten
wesentlich besser als in Spätstadien. Weiters ist z. B.
wichtig, ob das Netzhautzentrum betroffen ist: bei Aussparung
des Netzhautzentrums wird oft wieder die frühere Sehleistung
erreicht, während bei Abhebung des Netzhautzentrums mit Einbußen
an Sehleistung gerechnet werden muss. Grundsätzlich lässt sich
sagen: je früher eine Netzhautabhebung diagnostiziert wird,
desto besser sind die Aussichten einer Behandlung!
Für weitere Informationen stehe ich Ihnen jederzeit gerne zur
Verfügung! |
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Macula
Loch:
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Was ist
ein Macula-Loch ?
Die innerste Schicht der Augenwand ist die sogenannte Netzhaut,
der eigentlich sehende Teil des Auges. In der Mitte der
Netzhaut befindet sich das Netzhautzentrum, die sogenannte
Macula. In diesem Areal befindet sich auch die Stelle des
schärfsten Sehens, |
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mit
der man z. B. Kleingedrucktes lesen kann. Manchmal bildet sich
genau in
diesem Zentrum ein Loch in der
Netzhaut,
weshalb es als Macula-Loch bezeichnet wird.
Warum
entsteht ein Macula-Loch ?
Es
ist bis heute nicht ganz geklärt, was die Ursache für die
Entstehung eines Macula-Loches ist. Es spielen offensichtlich
hormonelle Faktoren und Prozesse auf der Netzhautoberfläche
eine Rolle - dies ist jedoch nicht bewiesen. Die vorliegenden
Anhaltspunkte geben auch keinen Hinweis darauf, dass die
Entstehung eines Macula-Loches zu verhindern ist, z. B. durch
ein bestimmtes Verhalten.
Kann
man an einem Macula-Loch erblinden ?
Die
Entstehung eines Macula-Loches führt zu einer starken
Herabsetzung des zentralen Sehvermögens, die Lesefähigkeit ist
stark beeinträchtigt, gerade Linien werden oft als verzerrt
oder gewellt gesehen, und bei einäugiger Sicht wird vom
Patienten ein zentraler Fleck wahrgenommen. Andere
Sehfunktionen, wie z. B. das Gesichtsfeld, bleiben jedoch
weitgehend intakt, sodass - abgesehen von der Herabsetzung des
zentralen Sehvermögens - keine Gefahr der vollständigen
Erblindung besteht.
Muss
ein Macula-Loch behandelt werden ?
Wird
ein Macula-Loch nicht behandelt, bleibt die zentrale Sehleistung
dauerhaft reduziert. Mit zunehmender Dauer des Bestehens eines
Macula-Loches verschlechtern sich die Aussichten einer
operativen Behandlung. Wird ein Macula-Loch operiert, so besteht
grundsätzlich die Aussicht auf längerfristige Verbesserung des
zentralen Sehvermögens, obwohl ein Erfolg im Einzelfall nicht
garantiert werden kann. Bei erfolgreicher operativer Behandlung
kann sich das zentrale Sehvermögen wieder merkbar verbessern.
Wie
wird ein Macula-Loch behandelt ?
Die
Behandlung eines Macula-Loches besteht grundsätzlich in einer
Operation. Es wird dabei unter Anwendung nahtloser
mikrochirurgischer Techniken das Auge mit einem speziellen Gas
gefüllt. Anschließend ist es von entscheidender Bedeutung,
dass der Patient für ca. eine Woche eine bestimmte Kopfhaltung
einnimmt (Blick zum Boden), damit die Gasblase das Macula-Loch
abdichtet. Das Macula-Loch kann sich dann unter dieser Blase
verschließen, was die Voraussetzung für einen Anstieg des
Sehvermögens ist.
Wie
sind die Aussichten bei einem Macula-Loch ?
Ohne
Operation ist eine Verbesserung des Sehvermögens praktisch
ausgeschlossen. Nach Operation kommt es bei 60 bis 70% der
operierten Augen zu einer Verbesserung bzw. Stabilisierung des
Sehvermögens in unterschiedlichem Ausmaß, eine
Verschlechterung nach einer Operation ist sehr selten. Das
Risiko, auch am anderen Auge ein Macula-Loch zu bekommen, liegt
bei ca. 10%, das Risiko eines Rezidivs bei ca. 5 bis 10%.
Für weitere Informationen stehe ich Ihnen jederzeit gerne zur
Verfügung! |
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Netzhautmembran
- Macular Pucker:
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Was ist
eine Netzhautmembran ?
Die
innerste Schicht der Augenwand ist die sogenannte Netzhaut, der
eigentlich sehende Teil des Auges. In der Mitte des Auges
befindet sich das Netzhautzentrum, die sogenannte Macula. In
diesem Areal befindet sich auch die Stelle des schärfsten
Sehens, mit der man
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z.
B. Kleingedrucktes
lesen kann. Manchmal bildet sich genau auf diesem Zentrum ein dünnes
Gewebe auf der Netzhaut, eine sogenannte Netzhautmembran („epiretinale
Gliose“, Macular Pucker“. Diese ist für das herabgesetzte
zentrale Sehvermögen sowie für den Eindruck des Verzerrtsehens
verantwortlich.
Warum
entsteht eine Netzhautmembran ?
Es
ist bis heute nicht ganz geklärt, was die Ursache für die
Entstehung einer epiretinalen Fibrose/Netzhautmembran ist. In
manchen Fällen besteht ein Zusammenhang mit Netzhautrissen oder
vorangegangenen Netzhautoperationen, Verletzungen oder
abgelaufenen Entzündungen. Meistens jedoch ist die Ursache
unbekannt.
Kann
man an einer Netzhautmembran erblinden ?
Die
Entstehung einer Netzhautmembran führt oft zu einer starken
Herabsetzung des zentralen Sehvermögens, die Lesefähigkeit ist
stark beeinträchtigt, gerade Linien werden oft als verzerrt
empfunden. Bei einäugigem Blick wird vom Patienten oft ein
kleiner zentraler Fleck wahrgenommen. Andere Sehfunktionen, wie
z. B. das umgebende Gesichtsfeld, bleiben jedoch weitgehend
intakt, sodass abgesehen von der Beeinträchtigung des zentralen
Sehvermögens im Allgemeinen keine Gefahr der vollständigen
Erblindung besteht. Kommt es als Begleiterscheinung der
Netzhautmembran zum Auftreten einer zentralen Netzhautschwellung
(Maculaödem), so kann sich das Sehvermögen weiter
verschlechtern.
Muss
eine Netzhautmembran behandelt werden ?
Wird
eine Netzhautmembran nicht behandelt, bleibt die zentrale
Sehleistung dauerhaft reduziert, öfters kommt es auch zur
weiteren Abnahme des zentralen Sehvermögens, die Verzerrungen können
auch zunehmen. Ohne Behandlung/Operation kommt es praktisch nie
zu einer Besserung des zentralen Sehvermögens. Wird eine
Netzhautmembran operiert, so besteht die Aussicht auf
Verbesserung des zentralen Sehvermögens und auf Abnahme der
Verzerrungen in unterschiedlichem Ausmaß. Eine Verschlechterung
nach einer Operation ist selten.
Wie
wird eine Netzhautmembran behandelt ?
Die
Behandlung einer Netzhautmembran besteht grundsätzlich in einer
Operation. Es wird dabei unter Anwendung mikrochirurgischer
Techniken das dünne Gewebe von der Netzhautoberfläche
entfernt. Dies gelingt meist problemlos. Manchmal wird das Auge
zusätzlich mit einem speziellen Luft-Gas-Gemisch gefüllt. Der
Einsatz neuester Techniken erlaubt es, diese Eingriffe ohne Nähte
durchzuführen. Dies führt zu einer viel geringeren Reizung
nach der Operation, was zu rascher Beschwerdefreiheit nach der
Operation führt. Die Entfernung einer Netzhautmembran wird
heute praktisch immer mit dieser nahtlosen und für diesen
Eingriff idealen Technik furchgeführt.
Wie
sind die Aussichten bei einer Netzhautmembran ?
Ohne
Operation kommt es praktisch nie zu einer Verbesserung des
zentralen Sehvermögens. Nach der Operation kommt es in ca. 60
bis 70% der Fälle zu einer Verbesserung des Sehvermögens in
unterschiedlichem Ausmaß. Obwohl es bei manchen Fällen zu
starken Sehverbesserungen kommt, ist das funktionelle Ergebnis
im Einzelfall schwer vorherzusagen. Das funktionelle Endergebnis
(Sehvermögen nach der Netzhaut-Operation) wird oft erst nach
Wochen und Monaten erreicht.
Für
weitere Informationen stehe ich Ihnen jederzeit gerne zur Verfügung! |
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Diabetische
Netzhauterkrankung:
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DIABETISCHE
RETINOPATHIE – DIE DIABETISCHE NETZHAUTERKRANKUNG
Die
Vorstellung, teilweise oder vollständig zu erblinden ist für
die meisten Menschen eine schreckliche Vision, die deshalb oft
verdrängt wird. Es gibt eine Reihe von Augenerkrankungen, die
unbehandelt zum vollständigen Verlust des Sehvermögens führen
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können.
Dazu gehört die diabetische Netzhauterkrankung. Und obwohl auf
dem Gebiet des Diabetes als auch auf dem Gebiet der
Augenheilkunde große Fortschritte erzielt werden, ist die
diabetische Netzhauterkrankung („diabetische Retinopathie“)
immer noch die häufigste Erblindungsursache in der westlichen
Welt im erwerbsfähigen Alter. Warum ist dies so?
Ein
Hauptfaktor dabei ist das oft geringe Bewusstsein bei
Diabetikern betreffend sowohl den Diabetes an sich, als auch die
möglichen Langzeitkomplikationen und ihre Vermeidung, Früherkennung
bzw. ihre erfolgreiche Behandlung.
Was
kann der Patient, der Diabetiker, von sich aus unternehmen, um
einem schweren Sehverlust durch die Diabetische Retinopathie zu
entgehen ?
Hier sind folgende Punkte von besonderer Wichtigkeit: das
Wissen um den Diabetes und die diabetische Netzhauterkrankung,
um die Bedeutung eines umfassenden Diabetes-Managements, um die
Wichtigkeit regelmäßiger augenfachärztlicher Untersuchungen
auch bei subjektiver Beschwerdefreiheit, sowie um die notwendige
Compliance (Mitarbeit) mit den behandelnden Ärzten
(Allgemeinmedizinern, Internisten, Augenfachärzten), um der
diabetischen Netzhauterkrankung mit Erblindungsgefahr
vorzubeugen.
Was
ist die Diabetische Retinopathie, die Diabetische
Netzhauterkrankung ?
Das
Wesen des Diabetes (der Zuckerkrankheit) liegt in einer Störung
des Blutzuckerhaushaltes des Körpers. Die zu hohen bzw. stark
schwankenden Blutzuckerwerte führen zu einer Schädigung der
kleinen Blutgefäße des Körpers (Arteriolen) und so zu
Durchblutungsstörungen. Die innerste Schicht der Augenwand ist
die sogenannte Netzhaut, der eigentlich sehende Teil des Auges.
Hier führt diese Durchblutungsstörung zur Unterversorgung der
Netzhaut mit Sauerstoff und Nährstoffen, sowie zur Undichtheit
der Netzhautgefäße. Dies bewirkt einerseits eine Schwellung
der zentralen Netzhaut, das sogenannte Maculaödem, mit starkem
Abfall des zentralen Sehvermögens. Andererseits kommt es zur
Neubildung von Blutgefäßen und Bindegewebe an der
Netzhautoberfläche. Dies führt unbehandelt zu Blutungen in das
Innere des Auges, zu Netzhautabhebungen bis hin zur
irreversiblen Erblindung des betroffenen Auges.
Welche
Dinge sind wesentlich zur Vermeidung / Behandlung der Diabetischen Netzhauterkrankung ?
Wissen
Grundsätzlich
muss jeder Diabetiker wissen, dass es diese das Sehvermögen
bedrohende Komplikation gibt, dass es jeden Diabetiker treffen
kann, dass Vorbeugung durch suffizientes Diabetes-Management und
regelmäßige augenfachärztliche Kontrollen möglich ist, sowie
dass die Früherkennung der diabetischen Retinopathie durch den
Augenarzt die besten Aussichten auf eine erfolgreiche Behandlung
und einen möglichst langen Erhalt des Sehvermögens bieten.
Diabetes-Einstellung
Elementar
in der Vermeidung, aber auch in der Behandlung der diabetischen
Netzhauterkrankung ist ein optimales Diabetes-Management.
Darunter versteht man heute längst nicht mehr nur die
Einstellung des Blutzuckers mit Langzeit-Kontrollwerten
(HbA1C-Wert) von maximal 6 – 7, sondern auch die Kontrolle und
ggf. Behandlung der begleitenden Fettstoffwechselstörungen,
des Bluthochdruckes, die Änderung der Ernährungsgewohnheiten
mit Erstellung einer verbrauchsorientierten, fettreduzierten,
mit einfach- / mehrfach-ungesättigten Fettsäuren
angereicherten Diät, körperliche Bewegung von 3 – 5 mal pro
Woche für 30 min sowie Nikotinverzicht. Eine intensive
Mitarbeit des diabetischen Patienten mit seinem betreuenden Arzt
ist die wichtigste Voraussetzung für ein optimales
Diabetes-Management.
Vorsorgeuntersuchungen/
Kontrollen beim Augenfacharzt
Eine
beginnende diabetische Netzhauterkrankung zeigt sich nicht
unbedingt sofort in einer Verschlechterung des subjektiven
Sehvermögens. Ein subjektiv „normales“ Sehvermögen
bedeutet also nicht, dass es an der Netzhaut nicht schon zu
Anzeichen und Veränderungen im Sinne einer diabetischen Netzhauterkrankung
gekommen ist. Wartet der Diabetiker mit einer Augenuntersuchung
solange, bis er eine Sehverschlechterung bemerkt, so hat sich
die diabetische Netzhauterkrankung bereits klinisch bemerkbar
gemacht und ist unter Umständen schon weit fortgeschritten –
mit möglicherweise irreversiblen Schäden. Wertvolle Zeit für
Diagnostik und Therapie ist so verlorengegangen.
Um
diesem Schicksal zu entgehen, ist eine regelmäßige
Untersuchung durch den geschulten Augenfacharzt notwendig. Ist
die Diagnose Diabetes gestellt, sollte sogleich ein augenfachärztlicher
Befund eingeholt werden. Dies dient der Feststellung der bereits
vorliegenden Auswirkungen des neudiagnostizierten Diabetes sowie
der Erhebung eines Ausgangsbefundes. Liegen noch keine
diabetischen Veränderungen vor und fehlen zusätzliche
Risikofaktoren (stark schwankende Blutzuckerwerte,
Schwangerschaft, Neueinstellung des Diabetes etc.), so ist eine
Untersuchung beim Augenfacharzt 1x jährlich ausreichend. Bei
zusätzlichen Risikofaktoren oder ersten Anzeichen einer
diabetischen Netzhauterkrankung ist eine halbjährliche augenärztliche
Begutachtung empfehlenswert. Liegen bereits deutliche bzw.
schwere diabetische Netzhautveränderungen vor, so sollte der
Augenarzt alle 3 Monate aufgesucht werden. Der Termin für die nächste
Kontrolluntersuchung wird vom Augenfacharzt in Abhängigkeit vom
Schweregrad der Netzhautveränderungen und der notwendigen
Behandlungsschritte festgelegt. Die Einhaltung der empfohlenen
Untersuchungsintervalle und der notwendigen Behandlungen seitens
des Patienten ist für eine optimale Vorsorge / Therapie der
diabetischen Retinopathie extrem wichtig.
Welche
Behandlungsmöglichkeiten gibt es bei der Diabetischen
Netzhauterkrankung ?
Zeigen
sich erste, leichte Veränderungen an der Netzhaut, so werden
diese zumeist nur beobachtet. Die Behandlung besteht in einer
Optimierung der Diabetes-Einstellung und in regelmäßigen
Kontrollen. Bei
deutlichen / schweren Anzeichen der diabetischen
Netzhauterkrankung, bzw. wenn es bereits zu ersten Gefäßneubildungen
gekommen ist, so wird eine Laserbehandlung durchgeführt.
Weiters wird derzeit daran geforscht, ob eine alleinige oder zusätzliche
Behandlung mit Medikamenten, die das Gefäßwachstum hemmen und
direkt in das Auge verabreicht werden, diese Gefäßneubildungen
hemmen kann. Erste diesbezügliche Ergebnisse sind
erfolgversprechend, sodass diese neuen Substanzen bereits
klinisch eingesetzt werden. Ist
es bereits zu massiven Gefäßneubildungen gekommen und liegen
Blutungen bzw. sogar schon eine Netzhautabhebung vor, so kann
eine Operation im Inneren des Auges durchgeführt werden, eine
sogenannte Vitrektomie: hierbei wird das Blut aus dem Auge
entfernt, ebenso Gefäß- und Bindegewebsneubildungen, und es
wird versucht, die Netzhaut wieder anzulegen. Obwohl diese
Eingriffe hochtechnisiert sind und viele Behandlungsschritte
kombiniert werden, können sie eine versäumte frühzeitige
Diagnose und rechtzeitige suffiziente Behandlung keinesfalls
wettmachen: meistens bleiben deutliche Einbussen an Sehvermögen
zurück, und nicht alle Augen können dadurch gerettet werden.
Für
weitere Informationen stehe ich Ihnen jederzeit gerne zur Verfügung! |
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Das
sogenannte trocken Auge ist eine Benetzungsstörung der
Augenoberfläche und gehört zu den häufigsten Augenproblemen
überhaupt. Die Häufigkeit liegt Schätzungen zufolge zwischen
12 und 63 %, weltweit dürften an die 100 Millionen Menschen
davon betroffen sein. Das Manifestationsalter liegt meist
zwischen dem 40. und 50. Lebensjahr, Frauen sind mit
86 % weitaus häufiger betroffen als Männer. Die Erkrankung
tritt in Regionen hoher Umweltbelastung häufiger auf. Das
trockene Auge kann für den Betroffenen sehr belastend sein –
so fühlen sich mehr als 60 % im Alltagsleben beeinträchtigt,
mehr als 37 % der
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Betroffenen
sind in ihrer Arbeitseffizienz gemindert.
Symptome:
Die
Patienten klagen schon bei leichten äußeren Reizen wie Wind
oder Zugluft, Kälte, niedrige Luftfeuchtigkeit (z.B. in der
Heizsaison), bei längerem Lesen oder Fernsehen über brennende
und gerötete Augen, die übermäßig tränen (reflektorisch
verstärkter Tränenfluss) sowie über ein typisches Fremdkörpergefühl
(„Sandkorngefühl“). Dazu können auch Schmerzen kommen,
Kontaktlinsen werden schlecht vertragen. Die Sehschärfe ist
meist kaum eingeschränkt.
Ursachen:
Als Ursache können eine verminderte Tränenproduktion
vorliegen, ebenso eine veränderte Zusammensetzung des Tränenfilms
sowie äußere Einflüsse. Der Tränenfilm des Auges reißt dann
zu schnell auf, wodurch die Augenoberfläche austrocknet, was zu
den Beschwerden führt. So tritt das trockene Auge bei
verschiedenen Umwelteinflüssen (z.B. Rauchen, Smog,
Klimaanlagen), bei Einnahme verschiedener Medikamente wie z.B.
Ovulationshemmer („Pille“), Hormonersatzpräparaten,
Antidepressiva, Kortison, bei Vitamin-A-Mangel oder auch bei
verschiedenen Systemerkrankungen wie rheumatoide Arthritis oder
dem Sjögren-Syndrom, Schilddrüsenerkrankungen, Diabetes,
Asthma und Gicht vermehrt auf. Das trockene Auge kann aber auch
ohne die genannten Ursachen auftreten.
Diagnose:
Die Diagnose des trockenen Auges erfolgt durch den
Augenfacharzt. Dieser kann durch verschiedene Untersuchungen bei
Verdacht auf trockenes Auge die Tränensekretion sowie die Tränenfilmaufreißzeit
messen. Beim trockenen Auge besteht häufig eine Diskrepanz
zwischen dem vom Augenarzt festgestellten geringen Befund und
den mitunter starken Beschwerden des Patienten. Bei Frauen kann
das trockene Auge auch hormonell bedingt sein,, sodass auch eine
gynäkologische Untersuchung mit einem Hormonstatus sinnvoll
sein kann.
Therapie:
Die Therapie besteht grundsätzlich in der Verwendung von Tränenersatzmitteln.
Diese werden je nach Schweregrad des Befundes in
unterschiedlicher Viskosität verordnet und ebenfalls je nach
Schweregrad mehrmals täglich bis zu alle 30 Minuten appliziert.
Von wässrigen Augentropfen bis hin zu hochviskösen Gelen
stehen eine Reihe von Präparaten zur Behandlung des trockenen
Auges zur Verfügung. Die meisten Präparate sind auch in
unkonservierter Form, z.B. beim Vorliegen einer
Konservierungsmittel-Allergie erhältlich. In schweren oder
therapieresistenten Fällen kann auch das sogenannte Tränenpünktchen
des Unterlides vorübergehend verschlossen werden, wodurch der
Tränenabfluss vermindert wird. Darüber hinaus werden die
Betroffenen über die Möglichkeit beraten, zu Hause / am
Arbeitsplatz einen Luftbefeuchter zu installieren bzw. ein Gebläse
(z.B. im Auto) nicht auf das Auge zu richten, um das Austrocknen
des Auges nicht noch weiter zu verstärken.
Prognose:
Das trockene Auge kann mit den heute zur Verfügung stehenden
diagnostischen und therapeutischen Mitteln in den meisten Fällen
zufriedenstellend behandelt werden. Eine vollständige
Ausheilung ist allerdings derzeit oft noch nicht möglich. Neue
Therapieansätze werden derzeit erforscht.
Für
weitere Informationen stehe ich Ihnen jederzeit gerne zur Verfügung!
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